Eine Leidenschaft, zwei Gründer, drei Wörter

Swisspaperconsulting Blog

Im Juli letzten Jahres wurde in der Rosenstadt Rapperswil-Jona, am schönen Zürichsee gelegen, das Beratungsunternehmen Swiss Paper Consulting GmbH gegründet.

Wir, Natacha Valera und Miroslav Dabic, haben uns zum Ziel gesetzt, signifikante Qualitätssteigerungen, Kosteneinsparnisse und Prozessoptimierungen für die Zellstoff- und Papierindustrie zu erreichen. Doch, wie kam es zur Gründung und Selbständigkeit zweier passionierter Papiermacher?

Der Background dieser Idee basiert auf jahrelanger Erfahrung und Expertise in verschiedenen Papier- und Boardfabriken. Neben Entwicklungen und Produktionen von flexible packaging, release liner und insulation materials erreichten uns immer häufiger diverse Anfragen für eine Papierberatung. Die Themen der Papierberatung waren vielfach unterschiedlich – aber oftmals von gleicher Bedeutung: Qualitätsverbesserungen, Prozessteigerungen, Kostenoptimierungen und Rezepturempfehlungen waren die wichtigsten Stichpunkte. Gründe für die Nachfragen liegen einerseits oftmals an fehlendem Know-How. Andererseits weisen die Unternehmen in der Zellstoff- und Papierindustrie oftmals eine Ressourcenknappheit auf.
Alle diese Anfragen konnten ohne ein gutes Unternehmensfundament nicht vollständig abgedeckt werden.

Durch zahlreiche Einblicke in diversen Positionen und Unternehmen, kamen wir schnell zum Schluss, dass genau diejenigen Arbeiten wie das Entwickeln von neuen Produkten, die Optimierung des Refiners und das Streben nach Kosteneffizient seit jeher eine Papierberatung waren. Die Erfahrungen und Fähigkeiten zweier Gründer in der Papier- und Zellstoffindustrie fusionierten bei der Gründung der Swiss Paper Consulting zu einem Expertenteam zusammen.

Unsere Motivation ist es, die technischen Probleme und Herausforderungen unserer Kunden mittels nachhaltiger, individueller und effizienter Papierberatung zu lösen

Swiss Paper Consulting
– your first choice for technical consulting

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Ausrüstung

In der Ausrüstung wird das Papier auf die Tamboure gewickelt. Um diese für die Streichanlagen oder Rollenschneider vorzubereiten. An die Ausrüstung werden folgende Anforderungen gestellt:

  • gleichmässige Wickelhärte
  • Einhaltung der Rollendurchmesser
  • Staubfreie und nicht verklebte Stirnseiten
  • Faltenfreiheit
  • keine Feuchteeinwirkung / Austrocknung des Papiers

Trockenpartie

Der Fokus der Trockenpartie liegt in der thermischen Trocknung der Papierbahn, in dem das mechanisch nicht mehr zu entfernende Wasser durch Wärme ausgetrieben wird. Der Trockengehalt erhöht sich dabei auf bis zu 95 %. Je nach Papiermaschine kann die Trocknung der Papiere auf die Arten Kontakttrocknung, Konvektionstrocknung oder Strahlungstrocknung ausgelegt sein. Die thermische Entwässerung ist teurer als die mechanische Entwässerung. Deshalb ist es unausweichlich den Eingangstrockengehalt in die Trockenpartie so optimal wie möglich einzustellen.

Filmpresse

Das Streichen von Papier erfolgt in modernen Papiermaschinen komplett online. Sie dienen zur Oberflächenveredelung und Eigenschaftsverbesserung. Ziele der Streichanlagen können unter anderem die Verbesserung der Bedruckbarkeit, Haptik oder des Glanzes. Wenn der Streichvorgang nicht fachgerecht ausgeführt wird kann dies zu ungleichmässiger Oberfläche führen.

Trockenpartie

Der Fokus der Trockenpartie liegt in der thermischen Trocknung der Papierbahn, in dem das mechanisch nicht mehr zu entfernende Wasser durch Wärme ausgetrieben wird. Der Trockengehalt erhöht sich dabei auf bis zu 95 %. Je nach Papiermaschine kann die Trocknung der Papiere auf die Arten Kontakttrocknung, Konvektionstrocknung oder Strahlungstrocknung ausgelegt sein. Die thermische Entwässerung ist teurer als die mechanische Entwässerung. Deshalb ist es unausweichlich den Eingangstrockengehalt in die Trockenpartie so optimal wie möglich einzustellen.

Pressenpartie

Nach der Blattbildung und Entwässerung in der Siebpartie folgt die weitere mechanische Entwässerung in der Pressenpartie. Hier wird der Trockengehalt der Papier- oder Kartonbahn je nach Erzeugnis und Entwässerungskapazität der Siebpartie von etwa 20 % auf ca. 50 % gesteigert. Durch den Pressvorgang ergeben sich folgende Vorteile:

  • Besseres und stabileres Verhalten der Bahn beim Durchlaufen der Trockenpartie
  • Festigkeitssteigerung der nassen Papierbahn
  • Reduktion des Energiebedarf in der Trockenpartie
  • Höhere Produktionsgeschwindigkeit
  • Verkürzte Trocknungszeiten


Der Energiebedarf der Pressenpartie im Verhältnis zur Trockenpartie beläuft sich auf etwa 5 %. Das mechanische Auspressen erfordert also gegenüber dem Trocknen signifikant weniger Energie.

Stoffauflauf Siebpartie

Der Stoffauflauf ist das erste Bauelement der Papiermaschine und bildet somit das Fundament für die Papierherstellung auf der Papiermaschine. Durch dessen wichtige Funktion für die Blattbildung, Herausbildung der Profile oder das Längs-/Querverhältnis sind im Einzelnen folgende Funktionen zu erfüllen:

  • Formationsoptimierung
  • Pulsationsminimierung
  • Homogene Strömung
  • Optimale Zuführung der Suspension in den Stoffauflauf
  • Faser- und Füllstoffverteilung
  • Genaues Flächenmässe- Querprofil

Sortierer

Beim Drucksortierer gelangt der unsortierte Stoff tangential in den oberen Teil des Sortiergehäuses. Im Innern eines feststehenden Siebkorbes dreht sich der Rotor, der mit seinen Druckpulsationen dafür sorgt dass das Sieb freigehalten wird. Gleichzeitig wird die Faserstoffsuspension gezwungen, am Sieb entlang nach unten zu strömen. Der Gutstoff passiert die Bohrungen bzw. Schlitze des Siebkorbes. Der Spuckstoff wird mittels Überlauf aussortiert. Durch die Verbesserung der Siebkörbe, Einführung neuer Rotoren und Gehäusekorrekturen kann bei geringeren spezifischen Energieeinsatz eine Verbesserung des Sortiereffektes erzielt werden.

Cleaner

Reinigung und Sortierung haben die Aufgabe, unerwünschte Stoffe aus der Faserstoffsuspension zu entfernen. Das qualitative und wirtschaftliche Optimum eines Cleaners ist nicht nur von der konstruktiven Gestaltung der Cleaneranlagen abhängig, sondern auch von der Auswahl und Schaltung des gesamten Sortiersystems sowie anderer Prozessparameter. Hierbei kann nebst der Aussortierung des Schmutzstoffes das Ziel sein, einen möglichst tiefen Faserverlust zu erreichen. Das wiederum kann eine signifikante Kostenreduktion erzielen.

Maschinenbütte

Die Vorrats- und Maschinenbütten dienen als Zwischenbehälter in welchem der Faserstoff durch ein Rührwerk ein konstantes Mischungsverhältnis durchläuft und gleichzeitig für den nächsten Bearbeitungsschritt gelagert wird.

Refiner

Die Mahlung ist einer der wichtigsten Grundprozesse in der Papierherstellung. Hier können mit dem Refiner wesentliche Stoff- und Papiereigenschaften zweckbestimmt verändert werden. Zur Erreichung spezieller Papiereigenschaften durch zielgerichtete Steuerung des Mahlprozesses ist die Kenntnis der Trendentwicklung der wichtigsten Papiereigenschaften in Abhängigkeit von der Mahlung besonders wichtig. Zudem ist die Energiewirtschaft in der Mahlung ein grosses Thema und kann bei optimaler Einstellung zu einer signifikanten Kostenreduktion führen. Wir bieten Ihnen alles diese Faktoren mittels einer Refinerdiagnose an, bei welcher wir Ihren Energieverbrauch optimal auf Ihre Papiereigenschaften anpassen.  

Entstipper

Die nach der Stoffauflösung noch bestehenden Faserbündel müssen für einen optimalen Ablauf der nachfolgenden Prozesse bis hin zur Blattbildung und der Qualität der Papier-, Karton und Pappenerzeugnisse aufgelöst werden. Diese Aufgabe wird von den Entstippern übernommen. Diese weisen einen wesentlich höheren Wirkungsgrad auf als der Pulper. Das Ziel ist es eine vollständige Stippenfreiheit des Faserstoffes zu erreichen. Mittels einer Entstipperdiagnose kann eine optimale Kostenoptimierung ermittelt werden.

Vorratsbütte

Die Vorrats- und Maschinenbütten dienen als Zwischenbehälter in welchem der Faserstoff durch ein Rührwerk ein konstantes Mischungsverhältnis durchläuft und gleichzeitig für den nächsten Bearbeitungsschritt gelagert wird.

Pulper

Der erste Teilprozess der Stoffaufbereitung ist die Stoffauflösung mittels Pulper. Der Faserstoff wird dabei mit Zugabe von Wasser dispergiert und aufgelöst. Eines der grossen Themen beim Pulper ist immer wieder der Energieverbrauch. Das Ziel sollte aus energiewirtschaftlichen Gründen sein, den optimalen Reststippengehalt anzustreben. Beim Zellstoff sollte der Reststippengealt möglichst tief sein, wobei es beim Altpapier häufig nicht erwünscht ist einen hohen Entstippungsgrad zu erreichen, da unerwünschte Bestandteile wie z.B. Kunststoffkleber unzerkleinert leichter aus dem Prozess zu entfernen sind. Die restlichen Faserbündel werden nach dem Pulper mit geeigneten Entstippern effektiver und kostenschonender aufgelöst.